Anwesenheit allein ist keine Leistung – Der fünf Stunden Tag

Anwesenheit allein ist keine Leistung – Der fünf Stunden Tag

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Kennst du das, das übliche Jonglieren zwischen Beruf und Privatleben? Spät nachmittags verlässt du das Bürogebäude und möchtest auch noch Freundschaften, Familie und Hobbys in deinen Alltag integrieren. Gar nicht so einfach, nicht wahr? Ein 5-Stunden-Arbeitstag käme da gelegen. Doch sind fünf Stunden Arbeit am Tag wirklich ausreichend, um alle Aufgaben bestmöglich zu erledigen? Was fünf Stunden Arbeit am Tag bedeuten und welche Vorteile dies haben kann, klären wir in diesem Beitrag.

5 Stunden Arbeit, dann Freizeit – geht das?

Die Idee dahinter: Wer seine Arbeit schnell und effizient leistet, kann früher nach Hause gehen und seine Zeit anders investieren. Kling doch wunderbar, nicht? Trainierst du Konzentration sowie Zeitmanagement und gehst mit voller Power an deine Tätigkeit, kann ein 5-Stunden-Arbeitstag auch wirklich klappen. Allerdings eines vorweg: Ein kurzer Arbeitstag bedeutet nicht, dass du nach fünf Stunden alles zusammenpackst und das Bürogebäude fluchtartig verlässt. Bei Firmen, die dieses Arbeitszeit-Modell pflegen, trifft man sich an manchen Tagen zum Beispiel noch zum gemeinsamen Kochen, Kaffeetrinken oder Plaudern. Oder man bespricht noch das ein oder andere Projekt. Fünf Stunden Arbeit sind also auf jeden Fall machbar, aber mit Effizienz und Hingabe verbunden.

5-Stunden-Arbeitstag: Zielvorgaben statt Zeitvorgaben

Bei dem 5-Stunden-Arbeitszeit-Modell orientierst du dich an Ziel- statt an Zeitvorgaben. Die Arbeit ist ergebnisorientiert. Das heißt, es wird festgelegt, bis wann ein gewisses Ziel erreicht sein muss. Ist dies früher der Fall, hast du schneller Feierabend. Hast du die Aufgabe nicht fertiggestellt, musst du ein paar Stunden dranhängen. Der Arbeitstag kann dann auch einmal sechs oder sieben Stunden dauern.

Klare Wochen- und Tagesziele sorgen für zielorientiertes Arbeiten. Bei einigen Firmen werden die Wochenziele zum Beispiel am Freitag zuvor festgelegt und beim Wochenstart in einem kurzen Meeting besprochen, damit jeder weiß, was zu tun ist. Wird im Laufe der Woche festgestellt, dass jemand mit seiner Arbeit nachhinkt, werden Zielvorgaben noch einmal überprüft und Tasks auch neu vergeben.

Fokus und Zeitmanagement

Kurze Arbeitstage verlangen vollen Fokus. Alle Ablenkungen werden eliminiert. Kein Social Media, kein Kaffeetratsch, kein persönliches Smartphone. Der Fokus liegt ganz auf den anstehenden Tasks und Projekten – möchtest du nach fünf Stunden Arbeit nach Hause, muss deine Aufmerksamkeit zu hundert Prozent bei den bevorstehenden Aufgaben liegen. Denn werden Deadlines oder wichtige Arbeiten in der vorgegebenen Zeit nicht erledigt, musst du länger im Büro bleiben. Kundenzufriedenheit und pünktliches Abliefern werden großgeschrieben, egal, wie viele Stunden man für einen Arbeitstag berücksichtigt. Zeitmanagement und effizientes Arbeiten sind daher Kompetenzen, die du trainieren solltest, wenn du Zielvorgaben rasch erreichen möchtest.

fünf Stunden Tag

Fünf Stunden Leidenschaft für die eigene Arbeit

Wenn du fünf Stunden arbeitest, solltest du dies mit Leidenschaft tun. Wer bei einem 5-Stunden-Arbeitstag träge in der Firma erscheint, wird seine Zielvorgaben wahrscheinlich nicht in der erwünschten Zeit fertigbringen, was wiederum Frustration fördert. Hier wird die Philosophie des „New Work“ tragend. Orientierst du dich an dieser, muss Arbeit sinnstiftend sein. Menschen möchten für die eigene Entfaltung arbeiten und nicht, um sich bloß Konsumgüter zu leisten, die die Sinnlosigkeit des Alltags betäuben. Es wird wichtiger, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den richtigen Positionen eingesetzt und mit Projekten betreut werden, die sie beflügeln und ihrem Tun Sinn verleihen. Andernfalls hast du schnell wenig Energie übrig, um volle Leistung zu erbringen.

Kurze Arbeitstage – Vor- oder Nachteil?

Häufig wird die gewonnene Freizeit dazu verwendet, über anstehende Projekte nachzudenken und Lösungsstrategien für Probleme zu finden. Das heißt, selbst wenn du nur 5 Stunden im Büro sitzt, verweilt der Kopf oft länger bei aktuellen Projekten. Klingt zuerst vielleicht nicht gerade berauschend, doch durch den Abstand zum Arbeitsort können oft viel leichter Ideen entwickelt und am Ende umgesetzt werden. Die Kreativität und das Potenzial der Mitarbeiter wie Mitarbeiterinnen kann sich besser entfalten, da sie an Stellen eingesetzt werden, die ihnen wirklich entsprechen und die sie beflügeln.

Kurze Arbeitstage können jedoch auch zu Stress führen, wenn du krank bist oder unvorhergesehene Probleme auftreten. Dann muss in wenig Zeit viel zusätzliche Arbeit abgefedert werden. Homeoffice ist bei einem 5-Stunden-Tag auch eher die Ausnahme als die Regel. Denn in den fünf Stunden intensiver Arbeit sollten alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor Ort sein, damit Störfaktoren konsequent ferngehalten werden. Außerdem ist es wichtig, dass Kollegen und Kolleginnen im Bedarfsfall schnell ein kurzes Meeting anberaumen können. Es ist nicht förderlich, wenn jemand zu Hause von Ablenkungen umgeben und nicht richtig erreichbar ist. Dann gerät auch die Arbeit aller anderen Kollegen und Kolleginnen ins Stocken.

Fünf Stunden Arbeit bedeuten nicht automatisch mehr Freiheit. Vielmehr ist es eine andere Herangehensweise an bevorstehende Aufgaben und Projekte. Mit Effizienz und Konzentration wird in fünf Stunden viel Arbeit erledigt, was nach hinten hin für mehr Luft und Flexibilität sorgt. Eine gewisse Liebe zum Job und zum Unternehmen darf hier nicht fehlen, denn nur weil du nach fünf Stunden das Büro verlässt, bedeutet es nicht, dass du nicht über die Arbeitszeit hinaus mit aktuellen Projekten beschäftigt bist. Wenn alle an einem Strang ziehen, die Arbeit begeistert und du dich mit einer zielstrebigen Arbeitsweise arrangieren kannst, kann das 5-Stunden-Arbeitszeit-Modell ideal sein.

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